Vergleich, Stand Oktober 2026
PSM-Doku 2027: welches Werkzeug passt?
Ab 1. Januar 2027 muss jede Pflanzenschutz-Anwendung elektronisch und maschinenlesbar vorliegen. Dafür gibt es vier kostenlose Wege. Sie unterscheiden sich darin, wo deine Daten liegen, in welchem Bundesland sie gehen und was sie außer der Pflicht noch können.

Vier Wege zur Pflicht
Die Pflichtangaben erfassen alle vier. Der Unterschied liegt darin, wie du arbeitest.
HektorDas sind wir
Unabhängig, aus Deutschland
- Daten
- Server in Frankfurt, alle Geräte gleich
- Länder
- Alle 16
- Team
- Mehrere tragen ein
DiPAgE
Julius Kühn-Institut
- Daten
- Nur auf dem einen Gerät
- Länder
- Alle 16
- Team
- Ein Gerät
PSM-DOK
DLR Rheinpfalz für zehn Länder
- Daten
- Beim Betrieb
- Länder
- Nicht in BY, BE, HB, HH, TH
- Team
- Keine Angabe
Excel-Vorlage
JKI und einzelne Länder
- Daten
- Datei auf deinem Rechner
- Länder
- Alle 16
- Ab 2027
- Eignung noch offen
Im Detail
Öffentlich einsehbare Angaben der Anbieter und Kammern.
| Hektor | DiPAgE | PSM-DOK | Excel-Vorlage | |
|---|---|---|---|---|
| Anbieter | Unabhängig, aus Deutschland | Julius Kühn-Institut (Bund) | DLR Rheinpfalz für zehn Länder | JKI und einzelne Länder |
| Kosten | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos | Kostenlos |
| Anmeldung | Konto mit E-Mail | Keine | Keine | Keine |
| Wo die Daten liegen | Server in Frankfurt, auf jedem Gerät gleich | Nur auf dem Gerät, auf dem du erfasst | Beim Betrieb | Als Datei auf deinem Rechner |
| Bundesländer | Alle, in Bayern mit direkter iBALIS-Anbindung | Alle | Nicht in Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg und Thüringen | Alle |
| Maschinenlesbar ab 2027 | Ja, CSV-Export | Ja | Ja | Als CSV gespeichert, Eignung laut LWK NRW noch offen |
| Mehrere Personen | Ja, alle sehen denselben Stand | Nein, ein Gerät | Keine Angabe | Datei weitergeben |
| Über die PSM-Doku hinaus | Schläge mit Karte, Düngung nach DüV, Lager, Arbeitsaufträge | Nein | Nein | Nein |
Quellen:profi: JKI stellt DiPAgE vorPS Info: PSM-DOK, beteiligte LänderLWK NRW: Aufzeichnungspflicht
Wo PSM-DOK nicht geht
PSM-DOK tragen zehn Länder gemeinsam. Betriebe in Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg und Thüringen können es laut Betreiber nicht nutzen. Niedersachsen hatte im Dezember 2025 noch nicht entschieden. DiPAgE und Hektor gehen überall.
- PSM-DOK nutzbar
- Nicht nutzbar
- Teilnahme offen
Grenzen: Natural Earth. Quelle: Pflanzenschutz-Information Rheinland-Pfalz.

Was zu welchem Betrieb passt
- DiPAgE
- Du spritzt selten, erfasst immer am selben Gerät und sicherst die Daten selbst. Geht das Gerät verloren oder wird der Browser geleert, sind die Einträge weg. Aufbewahren musst du sie drei Jahre.
- PSM-DOK
- Dein Betrieb liegt in einem der zehn beteiligten Länder und du willst nur die Pflichtangaben festhalten. In Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg und Thüringen steht PSM-DOK nicht zur Verfügung.
- Excel-Vorlage
- Für die Übergangszeit 2026. Ob eine Excel-Tabelle ab 2027 als maschinenlesbar gilt, ist laut Landwirtschaftskammer NRW noch nicht entschieden.
- Hektor
- Deine Schläge sollen schon drin sein: in Bayern direkt aus iBALIS geladen, sonst aus amtlichen Flurstücken oder dem Export aus 365FarmNet und MeinAcker. Mehrere Leute tragen ein, Handy und Büro-PC zeigen denselben Stand, und Hektor prüft die Zulassung des Mittels für die Kultur. Was du schon in DiPAgE erfasst hast, nimmst du mit.

Schon in DiPAgE erfasst? Nimm es mit.
Exportiere deine Datensätze in DiPAgE als CSV oder JSON und lade die Datei in Hektor hoch. Hektor erkennt das Format, ordnet Mittel, Kultur und Schlag zu und legt alles als Entwurf an. Du prüfst, dann ist es übernommen.
Häufige Fragen
- Gibt es ein kostenloses Programm für die Pflanzenschutz-Dokumentation ab 2027?
- Ja, mehrere. DiPAgE vom Julius Kühn-Institut und PSM-DOK der Länder sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar. Hektor ist ebenfalls kostenlos, braucht aber ein Konto mit E-Mail-Adresse, weil die Daten auf einem Server liegen und auf allen Geräten gleich sind.
- Kann ich PSM-DOK in Bayern oder Thüringen nutzen?
- Nein. Betriebe mit Standort in Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg und Thüringen können PSM-DOK laut Betreiber nicht nutzen. DiPAgE und Hektor gehen in allen Bundesländern. In Bayern lädt Hektor deine Feldstücke direkt aus iBALIS.
- Wo speichert DiPAgE meine Daten?
- Lokal auf dem Gerät, auf dem du erfasst. Beim JKI liegt nichts. Das schützt die Daten, heißt aber auch: Ein zweites Gerät sieht sie nicht, und bei Verlust des Geräts sind sie weg, wenn du sie nicht selbst sicherst.
- Kann ich meine Einträge aus DiPAgE in Hektor übernehmen?
- Ja. Exportiere deine Datensätze in DiPAgE als CSV oder JSON und lade die Datei in Hektor unter Maßnahmen importieren hoch. Hektor erkennt das Format, ordnet Mittel, Kultur und Schlag zu und legt alles erst als Entwurf an, damit du es prüfen kannst.
- Reicht eine Excel-Tabelle ab 2027?
- Das ist noch offen. Die Landwirtschaftskammer NRW schreibt, es stehe nicht fest, ob die Excel-Tabelle des JKI die Anforderungen an die Maschinenlesbarkeit ab 2027 erfüllt. Als CSV gespeichert ist sie strukturiert. Ein PDF reicht in keinem Fall.