
Recht · Förderung
Konditionalität (ehemals Cross Compliance)
Wer EU-Zahlungen will, muss Auflagen einhalten. Was die Konditionalität verlangt, wie GAB und GLÖZ zusammenhängen — und was sich 2026 ändert.
Stand: Juni 2026
Mit der GAP-Reform 2023 wurde aus dem bekannten Cross Compliance die Konditionalität. Sie ist die Bedingung für die EU-Direktzahlungen: Wer sie nicht einhält, riskiert Kürzungen.
Zwei Bausteine: GAB und GLÖZ
Die Konditionalität besteht aus elf Grundanforderungen an die Betriebsführung (GAB) — bestehende EU-Vorgaben etwa zu Umwelt, Lebensmittel-, Tier- und Pflanzenschutz — und neun GLÖZ-Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand der Flächen.
Die GLÖZ-Standards im Kern
Dazu zählen unter anderem der Erhalt von Dauergrünland (GLÖZ 1), Pufferstreifen entlang von Gewässern (GLÖZ 4), Erosionsschutz (GLÖZ 5), eine Mindestbodenbedeckung (GLÖZ 6), der Fruchtwechsel (GLÖZ 7) sowie der Erhalt nichtproduktiver Flächen und Landschaftselemente (GLÖZ 8).
Was sich 2026 ändert
Betriebe mit bis zu 30 Hektar sind von Kontrollen und Sanktionen nach GLÖZ 7 ausgenommen. Und beim Pflanzenschutz greifen seit dem 1. Januar 2026 erweiterte Aufzeichnungspflichten — Anwendungen müssen unverzüglich dokumentiert werden (siehe unser Beitrag zur PSM-Dokumentation).
Was in der Praxis schützt
Die meisten Beanstandungen entstehen aus Lücken in der Dokumentation. Eine saubere, schlagbezogene Aufzeichnung von Düngung und Pflanzenschutz ist der beste Nachweis, dass die Auflagen eingehalten werden.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Fachberatung. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Vorgaben.