
Recht · Düngung
Rote Gebiete: Was bei der Düngung gilt
Liegt ein Schlag im roten Gebiet, wird die Düngung enger. Was rotes Gebiet bedeutet, welche Auflagen greifen und wie du erkennst, ob du betroffen bist.
Stand: Juni 2026
„Rote Gebiete" sind mit Nitrat belastete Gebiete. Die Bundesländer weisen sie nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Gebietsausweisung (AVV GeA) aus, um den Schutz des Grundwassers zu verbessern. In diesen Kulissen gelten zusätzliche Vorgaben bei der Stickstoffdüngung.
Die wichtigsten Auflagen
Kern ist die reduzierte Stickstoffdüngung: In der Regel darf im Betriebsdurchschnitt 20 % unter dem ermittelten Düngebedarf gedüngt werden. Dazu kommen unter anderem verlängerte Sperrfristen und weitere schlagbezogene Vorgaben. Die genaue Ausgestaltung ist bundeslandspezifisch.
Bin ich betroffen?
Entscheidend ist die Lage des Schlags: Liegt er in der roten Kulisse deines Bundeslands, greifen die verschärften Regeln. Die amtlichen Karten der Länder zeigen die Gebiete. Ein Betrieb kann Schläge innerhalb und außerhalb roter Gebiete haben — die Regeln gelten je Schlag.
Was in der Praxis hilft
Wer seine Schläge verortet hat, kann automatisch abgleichen, welche im roten Gebiet liegen, und die 20-%-Reduktion sauber in die Düngebedarfsermittlung einrechnen — statt jeden Schlag von Hand zu prüfen.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Fachberatung. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Vorgaben und Gebietskulissen deines Bundeslandes.