
Wissen · Düngung
Nmin-Wert — einfach erklärt
Der Boden liefert selbst Stickstoff. Wie viel, sagt der Nmin-Wert — und genau das entscheidet mit, wie viel du noch düngen darfst.
Stand: Juni 2026
Nmin steht für den mineralischen Stickstoff im Boden — die Summe aus Nitrat und Ammonium, die Pflanzen direkt aufnehmen können. Angegeben wird er in kg Stickstoff je Hektar, gemessen zu Vegetationsbeginn im Frühjahr.
Warum Nmin so wichtig ist
In der Düngebedarfsermittlung wird der Nmin-Wert vom Bedarf abgezogen. Liefert der Boden schon viel Stickstoff, sinkt die erlaubte Düngung entsprechend. Ein realistischer Nmin-Wert schützt also vor Über- wie Unterdüngung.
Zwei Wege zum Wert
Du kannst eine eigene Bodenprobe ziehen lassen — je nach Kultur in 0–60 oder 0–90 cm Tiefe, ausgewertet im Labor. Oder du nutzt die amtlichen Standard-Nmin-Werte deines Bundeslands, die für typische Kulturen und Regionen veröffentlicht werden. Die eigene Probe ist genauer, der Richtwert schneller.
Worauf es ankommt
Nmin schwankt mit Witterung, Vorfrucht und organischer Düngung. Wer die Werte sauber je Schlag dokumentiert, bekommt eine Düngebedarfsermittlung, die trägt — und düngt weder zu viel noch zu wenig.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Fachberatung.